Liebe Bürgerinnen und Bürger,
in den vergangenen Monaten wurde in Selters viel über das Feuerwehrdienstleistungszentrum (FDLZ) gesprochen. Wir möchten dazu einen Faktencheck geben – mit Blick auf Kosten, Entscheidungen und die Auswirkungen auf unseren Gemeindehaushalt.
1) 100.000 € für eine Machbarkeitsstudie – und welches Ergebnis?
Die Bürgerinnen und Bürger haben über Steuergelder rund 100.000 € für eine Machbarkeitsstudie finanziert. Das Ergebnis wurde vielfach so kommuniziert, dass eine Beteiligung am interkommunalen Projekt jährlich weniger als 60.000 € kosten und zugleich die Feuerwehren in den Ortsteilen spürbar entlasten könne.
2) Unser Alternativvorschlag: Hauptamtlicher Gerätewart
Wir haben von Beginn an einen Alternativvorschlag unterstützt: die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes für die Feuerwehren der Gemeinde Selters. Aus unserer Sicht ist das eine pragmatische Lösung, die die ehrenamtlichen Kräfte im Alltag entlastet – ohne ein teures Großprojekt mit schwer kalkulierbaren Folgekosten.
3) Entscheidung in der Gemeindevertretung
Die Mehrheit der Selterser Gemeindevertretung hat sich dennoch für das Feuerwehrdienstleistungszentrum ausgesprochen. Damit wurde ein Weg eingeschlagen, der nun finanzielle Folgen zeigt.
4) Die Realität: 180.000 € im ersten Jahr – statt < 60.000 €
Jetzt wird den beteiligten Gemeinden „die Rechnung gemacht“:
Für Selters stehen im ersten Jahr 180.000 € im Raum – also ein Vielfaches dessen, was zuvor als Größenordnung genannt wurde. Und damit stellt sich zwangsläufig die Frage: Was wird in den kommenden Jahren abgerechnet? Welche Steigerungen sind zu erwarten? Welche Verpflichtungen entstehen langfristig?
5) Gefahr eines Millionengrabs – maßgeblicher Treiber der aktuellen Grundsteuererhöhung
Aus unserer Sicht entwickelt sich hier ein Projekt mit erheblichem finanziellem Risiko – ein Millionengrab. Schon jetzt trägt dieses Vorhaben maßgeblich zur aktuellen Erhöhung der Grundsteuer bei. Damit werden die Kosten am Ende direkt von den Bürgerinnen und Bürgern getragen – durch dauerhaft steigende Belastungen für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie mittelbar auch für Mieterinnen und Mieter.
6) Unsere Forderung: Ausstieg prüfen – jetzt
Wir fordern deshalb, dass die Gemeinde unverzüglich prüft, ob und wie ein Ausstieg aus dem Projekt möglich ist – oder zumindest eine deutliche Begrenzung der finanziellen Verpflichtungen erreicht werden kann. Gleichzeitig muss ernsthaft bewertet werden, ob der Weg über einen hauptamtlichen Gerätewart nicht die wirtschaftlichere und zielgenauere Lösung für Selters wäre.
Wir stehen für eine starke Feuerwehr – aber auch für Transparenz, Kostenklarheit und verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld.
Mit freundlichen Grüßen
SeltersUnion







